Waldinger Sagen (1): Der unterirdische Geheimgang vom Gasthaus Bergmair bis auf den Jörgensbühl

Autor: Josef Eidenberger


Die Donau hatte einst ein ganz anderes Flussbett als heute und floss von der Ruine Stauff herab. Das Aschacher Becken durchfloss sie in sieben Armen; einer führte am Bergrand an Landshaag, Bergheim, Rosenleiten und Freudenstein vorbei; bei Ottensheim vereinigte er sich mit den anderen Fluss-Läufen. Beim Haus Pösting Nr. 11 (Talbinger), das heute eine halbe Stunde von der Donau entfernt liegt, befand sich noch lange ein großer Stein mit einem Ring zum Anhängen der Boote.
Der Teufel soll eines Tages mit einem Pferd von Pösting kommend auf einem Reitersteig zum Gaderlschuster (Haiböck), von dort zum Kognatzen (Eibensteiner) und weiter zum Karlbauern (Rechberger) über den Teufelsweg zum Schmied auf der Pimmerswies (Luksch) zur Schwarzlacken geritten und in dieser verschwunden sein, um kurz darauf beim Gasthaus Bock (Bergmayr) wieder aufzutauchen. Anschließend soll er wieder verschwunden sein, um wenig später beim Ehrmer (Greiner)
wieder aus der Erde herauszukommen. Es wird heute noch immer behauptet, dass vom Gasthaus Bergmair aus ein unterirdischer Geheimgang bis auf den Jörgensbühl zum Ehrmer (Greiner) führen soll ...

Aus dem „Waldinger Geschichts-Bilderbuch“, Autor: Josef Eidenberger. S. 333–335

Zurück